IndiacaIndiaca Angabe

Was schon vor einigen Hundert Jahren unter dem Namen Peteca bei den Ureinwohnern von Südamerika beliebt war, begeistert nun jeden Montagabend in der Beindersheimer Grundschule Sportler von 30 bis über 60 Jahren. Unter der Leitung von Werner Kettenmann wird mit der Indiaca gepritscht, gebaggert, geschmettert und gespielt.

Nachdem 1936 der Kölner Sportlehrer Karlhans Krohn bei einem Spaziergang an der Copacabana Jugendliche beim Peteca beobachtet hatte, brachte er das Spiel mit nach Deutschland. Heute ist Indiaca, eine Mischung aus den Wörtern Indianer und Peteca, ein Spiel, das nicht nur als Freizeitspaß in Schwimmbädern und an Meeresstränden beliebt ist. Auch Wettkämpfe werden ausgetragen: seit 1998 deutsche Meisterschaften, seit 2001 Weltmeisterschaften und seit 2002 ein Worldcup.
Als Werner Kettenmann auf der RHEINPFALZ-Sommertour 2015 bei der TSG Dirmstein Indiaca kennenlernte, war er davon so begeistert, dass er eine neue Abteilung des MTSV Beindersheim ins Leben rief und seit dieser Zeit betreut. Als man im Januar mit Indiaca begann, war man noch zu viert, jetzt treffen sich montags im Schnitt sieben Frauen und Männer zum Training.
Kettenmann, der beim MTSV auch Übungsleiter für Volleyball ist, hält Indiaca „für anstrengender, als es aussieht, aber es hat einen hohen Spaßfaktor und ist für jedermann geeignet“. Die notwendige Kondition könne man durch regelmäßige Teilnahme an den Spielabenden problemlos bekommen. Den Sportlern sieht man beim Training an, dass für Spaß und Spielfreude die körperlichen Anstrengungen ausgeblendet werden. Erst wenn nach einigen Minuten schwitzend eine Pause eingelegt
wird, merken die Spieler, was sie gerade für ihre Kondition getan haben. In der Grundstruktur ist Indiaca mit dem Volleyballspiel verwandt.

IndiacaIndiaca - das Spielgerät, ein Softpad mit vier Federn, wird mit der flachen Hand geschlagen, das Feld wird durch ein Netz in zwei Hälften geteilt. Die Mannschaften bestehen aus je fünf Spielern auf dem Feld. Der Ball wird wie beim Volleyball durch einen Aufschlag ins Spiel gebracht, das Spielgerät muss nach maximal drei Berührungen zurück in das gegnerische Feld geschlagen werden. Auch beim Indiaca gibt es ein Zuspiel von unten (Baggern), das Zuspiel von oben (Pritschen), den Schmetterschlag und das Blocken als Abwehr eines Angriffsschlags.

 Maße: Schaumstoffkissen: 7 - 8cm Durchmesser, 2 - 3cm Dicke / Federn: 18 - 20cm Länge / Gewicht: 50 - 60 Gramm

 Das Spielfeld ist ein Rechteck von 16 x 6,10 m, die Netzhöhe liegt, je nach Altersklasse, zwischen 200 cm (Jugend 11-14 Jahre) und 235 cm (Männer 19+). Eine Mannschaft besteht aus 5 Spielern (mind. 4 Spieler), bei Mixed-Mannschaften müssen von jedem Geschlecht mind. 2 Spieler auf dem Feld stehen.

Spielfeld

Über der Mittellinie wird ein Netz gespannt, das eine Breite von mindestens 6,30 m und eine Höhe von 0,50 m hat.
Die Netzhöhe variiert mit dem Alter der Spieler: von 2,00m bis 2,20m. Die beiden Netzpfosten müssen 50cm vom Feld sein und den Schiedsrichter nicht behindern.

Noch ist die jüngste Abteilung des MTSV Beindersheim im Aufbau, doch das schnelle Spiel, dessen Technik auch von Anfängern leicht zu erlernen ist, findet zunehmend Anhänger.
Nach der Sommerpause – während der Ferien findet kein Training statt – hofft Werner Kettenmann auf weiteren Zuspruch.
Wer ins Indiaca-Training beim MTSV Beindersheim einsteigen will, schaut am besten nach den Ferien an einem Montag zwischen 18.45 und 20 Uhr in der Grundschulturnhalle vorbei.

Teile des Beitrags aus der Rheinpfalz - Frankenthaler Zeitung (vom 13.07.2016)


MTSV App

Partner

  fubotime by Jamil Shanab  
Zum Seitenanfang